Tuesday, August 21, 2007

Final



Goch wird zur Kwak-Stadt

AUSSTELLUNG I. Viele Events und Workshops begleiten KWAK-Ausstellung im Gocher Museum.
GOCH. Gerade ist die Katze - oder besser: die Ente - aus dem Sack, schon ist die Begeisterung riesengroß. Am 20. September, dem Weltkindertag, wird in Goch eine Ausstellung mit Kwak-Bildern des Zeichners Harald Siepermann eröffnet. Aber nicht einfach so, mit Reden und Musik, sondern mit einer Menschenkette. Genauer gesagt: einer Kinderkette. Noch genauer: Einer Kwak-Kette. 700 Kinder wollen mit Kwak-Masken vor dem Gesicht eine Menschenkette vom Marktplatz zum Museum bilden. Bürgermeister Karl-Heinz Otto wird dann ein Buch mit den Kinderrechten zum Museum durchreichen lassen, wo es zum letzten Stück der Ausstellung wird.

Comic-Figur und Unicef-Botschafter

Zur Erinnerung: Herman van Veen rief die Ente Alfred Jodocus Kwak vor mehr als 25 Jahren ins Leben. Zeichner Harald Siepermann gab der Ente die Gestalt, Comics und eine Fernsehserie entstanden. Jetzt ist Kwak offizieller Unicef-Botschafter (als einzige virtuelle Figur), und die Herman-van-Veen-Stiftung will in Goch ein Kwak-Haus errichten, eine Erholungseinrichtung für Familien mit Kindern, die sich in sozialen oder gesundheitlichen Extremsituationen befinden.
"Inzwischen wurden die Planungen auf ehrenamtlicher Basis fertiggestellt", so Carlo Marks, Geschäftsführer der Herman-van-Veen-Stiftung Deutschland. Ende Oktober sollen im Museum Modelle und Filme über den Stand der Dinge informieren. Bis dahin dürfte sich Goch endgültig im Kwak-Taumel befinden. Bürgermeister Otto: "Ich habe schon überlegt, ob wir unser Stadtwappen nicht ändern sollen." Der Grund: Das offizielle Plakat zur Ausstellung zeigt Kwak mit einem kleinen, verspielten Löwen, dem Wappentier Gochs. Und der ist natürlich viel süßer als der strenge, altehrwürdige Gocher Löwe.

In der Ausstellung selbst können die Besucher erleben, wie der Charakter der Ente entstanden ist. "Die Ausstellung soll zu einem Forum werden, in dem über Kinderrechte diskutiert werden kann", erläutert Museumsdirektor Dr. Stephan Mann. Kinder haben freien Eintritt. Für das Museum bedeutet diese Ausstellung einen Sprung in neue Qualitäten: "Wir arbeiten uns in Grenzgebiete vor, an die sich andere Museen noch nicht herantrauen", so Dr. Mann. Bis es soweit ist, gibt es noch viel zu tun. Zunächst muss es aus einem gigantischen Konvolut von Kwak-Zeichnungen Siepermanns auswählen. Außerdem ersteigert Dr. Mann über Ebay etliche Kwak-Merchandising-Produkte für die Ausstellung.KWAK ERLEBENTermine für Workshops und Diskussionen - zum Teil mit Beteiligung von WDR und ZDF - werden noch bekannt gegeben. Die Ausstellung läuft vom 20. September bis zum 11. November.

Quelle : NRZ 21.8.07

1 comment:

Fränk Spalteholz said...
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